Westendorf Ostallgäu

 
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Antoniuskapelle in Dösingen

  • Bild: Die kleine Antoniuskapelle am Ortseingang von Dösingen
  • Bild: Innenansicht der Antoniuskapelle

Am westlichen Ortseingang von Dösingen steht die gemeindeeigene "St. Antonius" Kapelle. Vor dem Jahre 1690 stand an dieser Stelle eine Bildsäule. Die Antoniuskapelle entstand unter ganz besonderen Umständen. Im Jahr 1690 fing der Bauer Martin Löcherer an, dort eine Kapelle zu Ehren von Jesu, Maria und Josef zu bauen. Er hoffte das notwendige Geld erbetteln zu können. So oft ihn auch Dekan Kienle und der Bischof Alexander Sigismund abwies, beharrte er doch auf seinem Vorhaben und führte es auch aus. Im Jahr 1707 fanden die Visitatoren dort eine Kapelle zu Ehren des Hl. Antonius von Padua und sogar die notwendigen Parameter und die Erlaubnis zu zelebrieren vor.

Im Jahre 1744 war die Kapelle alt und ruinös, doch die Gemeinde hatte sie lieb gewonnen und erbaute mit lauter freiwilligen Spenden eine neue Kapelle. Im oben genannten Jahr wurde auch ein neuer Kreuzweg für die Kapelle beschafft, um wie es im Schreiben des Pfarrers Brenner heißt "das nachmittägliche Auslaufen und andere Exzesse der Jugend" zu verhindern.

Im Jahre 1805 wäre diese Kapelle fast als unnötig abgerissen worden, doch die politische Gemeinde Dösingen hat sie durch Ankauf vor diesem Schicksal bewahrt. Mit den Jahren ist die Kapelle wieder in einem jämmerlichen Zustand verkommen. Unter Bgm. Josef Singer wurde die Kapelle in den Jahren 1986 bis 1988 mit hohem Kostenaufwand innen und außen einer gründlichen Sanierung unterzogen. Die Antoniuskapelle kann nun als Schmuckstück und wahres Kleinod der Gemeinde bezeichnet werden. Im Jahre 2007 fand eine 300-Jahr-Feier zum Bau der Kapelle unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt.





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